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Arthrose Fingermittelgelenk: Bouchard-Arthrose |
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Die Arthrose der Fingermittelgelenke - Bouchard-Arthrose - in für Patienten verständlicher Form erläutert |
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Implantation eines Kunstgelenkes in das Mittelgelenk bei Bouchard-Arthrose (künstliches Fingergelenk) Was wird bei Implantation eines Kunstgelenkes am Mittelgelenk gemacht? Im Prinzip wird ähnlich wie bei der Versteifung der Knorpel der das Mittelgelenk bildet entfernt. Die Knochenhöhlen des Grundgliedes und des Mittelgliedes werden dann aufgebohrt.
Ein entsprechend großes künstliches Gelenk wird dann eingesetzt und über dem Gelenk die Gelenkkapsel wieder verschlossen. Je nach Ausgangssituation wird man bereits kurz nach der Operation das Gelenk wieder bewegen, aber nicht belasten können. Genauso wie bei der versteifenden OP ist eine Belastung des operierten Gelenkes etwa nach sechs Wochen möglich. Welcher Bewegungsumfang kann durch ein Kunstgelenk erreicht werden? Dies ist individuell sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen die nahe zu keine Bewegung haben und andere die fast eine normale Bewegung im Bereich des künstlichen Gelenkes erreichen. Die meisten Studien mit größerer Patientenzahl geben einen Bewegungsumfang im ersetzenden Mittelgelenk von etwa vierzig bis sechzig Grad an.
Wird nach dem Einsetzten eines Kunstgelenkes am Mittelgelenk eine Ruhigstellung vorgenommen? Eine Ruhigstellung erfolgt bei regelrechtem Verlauf nur für wenige Tag. Die Gelenkbänder und Sehnen müssen früh bewegt werden, da sie sonst mit der Umgebung verkleben und eine schlechte Beweglichkeit der Fingers resultiert. Muss hier eine Krankengymnastische Übungsbehandlung erfolgen? Vielfach ist eine solche Nachbehandlung sinnvoll. Eine gute Anleitung zur Fingerübung ist besonders in den ersten Tagen nach der Operation wichtig. Bedenken Sie auch bei der eignetätigen Übungsbehandlung: Keine Schmerzprovokation! Das Endresultat nach der Implantation eines künstlichen Gelenkes am Finger wird nach etwa 6 Monaten erreicht! Wie lange hält ein Kunstgelenk am Mittelgelenk? Die Haltbarkeit der Kunstgelenke ist begrenzt: Viele im Bereich des Mittelgelenkes implantierten Kunstgelenke müssen nach zehn bis fünfzehn Jahren durch ein neues Gelenk ersetzt werden. Können in einer Operation mehrere künstliche Gelenke implantiert werden? Ja! Dies ist möglich und wird auch häufig praktiziert. (Sofern die kranken Gelenke an der gleichen Hand sind!) Auch Kombinationen mit einer Versteifung eines anderen Gelenkes kommen häufig vor. So kann es bei gleichzeitigem Vorliegen einer Heberdenarthrose und Bouchardarthrose sinnvoll sein, dass Mittelgelenk durch Kunstgelenk zu ersetzen und im Endgelenk eine Versteifung (Arthrodese) durchzuführen Welche Risiken hat die Implantation eines Kunstgelenkes? Die Aufzählung der Risiken ist immer nur individuell möglich. Wie bei jeder Gelenkoperation kann es zu Infektionen und Störungen der Wundheilung kommen. Kommt es zur Infektion am Kunstgelenk selbst muss dieses unverzüglich durch eine erneute Operation entfernt werden. Ein spezifisches Risiko beim Kunstgelenk besteht darin, dass das Kunstgelenk aus seiner Verankerung im Knochen herausspringen kann oder dass das Kunstgelenk zerbricht. Auch diese Komplikation macht eine Nachoperation notwendig! Ein weiteres seltenes Risiko sind allergische Reaktionen auf das Implantatmaterial. Um Kunstgelenk die aus Silastic (Silicon) bestehen kann sich in seltenen Fälle eine Entzündung der Schleimhaut entwickeln (Siliconsynovitis).
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Patient! Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "Mittelgelenksarthrose - Bouchard-Arthrose" hier erläutern. Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen! |
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