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Tennisarm, Epikondylitis :  in für Patienten verständlicher Form erläutert

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Die Operation der Epikondylitis (Tennisarm)

Wann ist eine operative Behandlung bei der seitlichen Epikondylitis  (Tennis-Ellenbogen) sinnvoll?

Ganz wichtig ist: Die operative Behandlung steht am Ende der Therapie und nicht am Anfang. Anders ausgedrückt: Konservative Behandlungen müssen vorausgegangen sein, bevor eine operative Behandlung erwogen wird.

Man sollte die konservative Therapie aufgegeben haben, damit eine operative Behandlung empfohlen werden kann. Dies ist nur individuell gemeinsam mit dem Arzt zu bestimmen. Manche Ärzte, die gute Erfahrungen mit einer operativen Behandlung gemacht haben, empfehlen bereits nach wenigen Monaten erfolgloser, konservativer Therapie die Operation. Andere warten mindestens ein halbes Jahr.

Hautschnitt bei Operation eines Tennisarmes (Epikondylitis) Die Abb.  zeigt eine typische Schnittführung wie sie ähnlich bei fast allen Operationsmethoden durchgeführt wird

Die gelbe Gewebeschicht entspricht dem unter der Haut gelgenem Fettgewebe

Was wird bei der Operation gemacht?

Zunächst muss festgestellt werden, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Operationsverfahren möglich sind, die alle ihre Befürworter haben.
Die am häufigsten angewandten Verfahren sind:
 
    die Operation nach Homann.
     die Denervierung des Epikondylus nach Wilhelm.
     die Operation nach Goldie.
 
Sowie die minimal invasive Durchtrennungen der Muskel-Sehnen-Ansätze.
 
Zusätzlich wird bei Irritation des radialis-Nerven, oft auch noch der Supinator-Schlitz mit gespalten.

Was versteht man unter der Operation nach Hohmann?

Bei dieser seit Jahrzehnten bewerten Methode macht man an der Außenseite (Speichenseite) des Ellenbogens einen leicht bogenförmigen Schnitt von etwa 5 cm Länge, daraufhin werden in der Tiefe des Operationsgebietes nach Durchtrennen des Fettgewebes und der Unterarmfaszie die Streckmuskeln der Finger und des Handgelenkes dargestellt und darauffolgend wird quer zur Verlaufsrichtung der Muskel- und Sehnenansätze hier ein Schnitt angelegt, wobei hierbei besonders die Ansätze des kurzen Handgelenksstreckers eingekerbt werden.
Auf diese Weise kommt eine Verlängerung und Entspannung des Muskels zustande. Nach einiger Zeit wird die Einkerbung narbig überbrückt. Im Ergebnis ist dann der Muskel des kurzen Handstreckers verlängert und hierdurch tritt eine Entspannung und Schmerzlinderung ein.

Was versteht man unter der Operation nach Wilhelm? (der Denervation)

Bei dieser Denervation handelt es sich um die Durchtrennung der im Schmerzgebiet verlaufenden Schmerznerven. Wilhelm und auch Kaplan haben hier die in den Knochen des Epikondylus und im Bereich der Muskeln am Ellenbogen verlaufenden Nerven dargestellt. Die hier verlaufenden Nerven werden isoliert und bei dieser Operation durchtrennt.
Die Bedeutung der Wilhelm’schen Operation (Denervation) besteht heute vor allen Dingen darin, dass man sie mit anderen Operationen (z. B. der OP nach Hohmann oder nach Goldie kombiniert.

Muss nach einer Denervation am Ellenbogen nicht mit einer Störung des Gefühls in diesem Bereich gerechnet werden?

Nein, genauso wie am Handgelenk werden hier nur die schmerzleitenden Nervenfasern durchtrennt und nicht Nervenfasern, die ein Hautgefühl vermitteln.

Was versteht man unter der Operation nach "Goldie"?

Bei der Operation nach "Goldie" wird zunächst ein Zugang gewählt, der identisch ist wie bei der OP nach Hohmann, das heißt ein etwa 3 bis 5 cm langer Schnitt wird an der Außenseite des Ellenbogens angelegt. der hier verlaufende Übergang Muskel-Sehne (der so genannte Sehnenspiegel) wird in Richtung der Fasern dargestellt und dann in Längsrichtung eingeschnitten (anders als bei der Hohmann’schen OP, wo diese Sehnen in querer Richtung durchtrennt werden).
Bei der Operation nach Goldie findet man dann unter dem Sehnenspiegel oft ein lappenartiges Granulationsgewebe, (so genannter Pannus) der entfernt wird. Nach Entfernen dieses für die Schmerzen verantwortlichen Granulationsgewebes wird der Sehnenspiegel wieder verschlossen.

Operationsbild bei Op Tennisarm Der blaue Pfeil in nebenstehender Abb. zeigt auf erheblich verändertes Sehnengewebe am Epikondylus
(Tennisarm)

Was versteht man unter Minimal- Invasiver- Myotomie?

Bei dieser Methode wird ein etwa 1 bis 1,5 cm langer Schnitt an der Außenseite des Ellenbogens angelegt und durch die Fettgewebsschicht bis zum Ursprung der Unterarmstrecker fortgeführt.
Man fühlt und sieht dann die unter starker Spannung stehenden Ansätze der Handgelenks- und Fingerstrecker. Diese Fingerstrecker werden dann ähnlich wie bei der Homann’schen OP eingekerbt. Die Einkerbung kann hierbei bis auf die Knochenhaut der Speiche geführt werden.
Da dieser Eingriff meist in Infiltrations-Anästhesie (örtlicher Betäubung) durchgeführt wird, kann die Spannung der Muskelansätze genau beurteilt werden und nur die stark angespannten Sehnen durchtrennt werden. Im Prinzip ist dieser Eingriff mit einem Schnitt von gut 1 cm realisierbar.

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Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen! Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen.
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