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Tennisarm, Epikondylitis : |
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Tennisarm, Epikondylitis : in für Patienten verständlicher Form erläutert |
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StosswellentherapieWelche Möglichkeiten gibt es, wenn konservative Maßnahmen wie Tabletten Ruhigstellung Physiotherapie und Injektionen nicht helfen, ohne dass gleich eine operative Behandlung durchgeführt wird? Vor einer operativen Behandlung kann bei einer
Epikondylitis auch die Stoßwellentherapie erwogen werden. Stoßwellen-Therapie ist doch eigentlich für die Behandlung von Nieren- oder Blasensteinen erdacht worden? Historisch betrachtet ist dies völlig richtig. Weltweit
verdanken inzwischen Millionen Menschen mit Nieren- oder Blasensteinen
dieser Methode, (Lithotripsie) dass ihnen eine langwierige und schmerzhafte
Operation erspart wurde. Worauf beruht der Effekt der Stoßwellen-Therapie? Die Stoßwellen sind Schalldruckwellen, die beispielsweise bei einem Nierenstein den Stein in mehrere Einzelteile zerlegen und damit die Größe des Steines verkleinern, und oft kann dann der Körper die kleineren Steine auf natürlichem Wege ausscheiden.
Bei der Anwendung am Nierenstein ist dies ja auch überzeugend, aber bei einer Epikondylitis liegt nun einmal eine andere Situation als bei einem Stein vor? Dies ist richtig. Der genaue Wirkmechanismus der
Stoßwellen-Therapie in der gesamten Orthopädie wird auch noch nicht im
vollen Umfang verstanden. Es wird vermutet, dass hier im Bereich der
Sehnenansatzerkrankung durch die Stoßwelle die krankhaften Gewebestrukturen
zu feinsten Partikeln zerrieben werden und so der Körper die Chance hat
diese zerriebenen Gewebepartikel ins Blut aufzunehmen und letztendlich
auszuscheiden.
Werden bei der Stoßwellentherapie Nerven oder Blutgefäße verletzt? Im Bereich des Ellenbogens liegen in der Nähe des Epikondylus kleinere Blutgefäße und auch kleinere Nerven. Diese können zwar durch die Stoßwelle am Rand mit erfasst werden, sie werden jedoch bei richtiger Anwendung der Stoßwellen-Therapie nicht beschädigt. Dennoch kann es einmal zu Blutergüssen kommen. Ist die Stoßwellen-Therapie schmerzhaft? Viele Betroffene empfinden die Stoßwellen-Therapie wie ein kleiner Schlag. In dem erkrankten Gewebe wird durch dieses „Schlagen der Stoßwelle“ das erkrankte Gewebe pulverisiert und Reparaturmechanismen und durchblutungsfördernde Prozesse eingeleitet. Hat die Stoßwellen-Therapie Nebenwirkungen? Ja, auch die Stoßwellen-Therapie ist eine ärztliche
Maßnahme und darf nicht leichtfertig eingesetzt werden. Hier muss zunächst
einmal gesehen werden, dass bei sachgerechter Handhabung Schäden an
knöchernen Strukturen Nerven oder Sehnen zwar nicht zu erwarten sind, jedoch
kann eine unsachgemäße Anwendung diese Strukturen schädigen. Auch wenn dies nach dem oben Gesagten zunächst anders klingt: In sachkundiger Hand ist die Stoßwellen-Therapie eine ausgesprochen komplikationsarme Therapie des Tennisarmes mit guter Erfolgsquote. Wie hoch ist die Erfolgsquote bei der Stoßwellen-Therapie? Die Erfolgsquote wird in der Literatur sehr
unterschiedlich angegeben. Oft werden Werte zwischen 60 und 80 %
beschrieben. Wie verläuft die Stoßwellen-Therapie eigentlich? Die Stoßwellen-Therapie der Epikondylitis (Tennisarm) kann ambulant in einer entsprechend ausgerüsteten chirurgischen oder orthopädischen Praxis vorgenommen werden. Die schmerzhafte Stelle (unter der beispielsweise die erkrankten Sehnenursprünge liegen) wird mit einem Kontakt Gel bestrichen, dann wird das Gerät (der Stoßwellen-Kopf) auf diesen Bereich gerichtet und je nach individueller Empfindlichkeit wird dann die Stoßwellen Anwendung mehrere Minuten vorgenommen. Ist hierfür eine örtliche Betäubung oder gar eine Narkose erforderlich? Nein, dies ist nur ganz selten bei sehr sensiblen Patienten oder bei extrem schmerzhafter Epikondylitis erforderlich, Wird neben der Stoßwellen- Therapie auch eine andere Therapie ergänzend durchgeführt? Ja, neben der Stoßwellen-Therapie kann auch eine Therapie mit einem anti- rheumatisch wirkenden Präparat kombinieren. Ebenso mit einer Physiotherapie. Werden die Kosten der Stoßwellen-Therapie von der Krankenkasse ersetzt? Nein, die Kosten werden oft von der Krankenkasse oft nicht ersetzt. Hier ist es ausgesprochen empfehlenswert vor der Stoßwellen-Therapie die eigene Krankenkasse zu kontaktieren und diese Frage abzuklären.
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| Eine individuelle
Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen!
Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt
ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "Tennisarm, Epicondylitis" erläutern. |
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