Gründe zur Operation:
Wann ist eine Handgelenksversteifung sinnvoll?
Eine Handgelenksversteifung ist ein großer und nicht
mehr umkehrbarer Eingriff, der sorgfältig abgewogen werden muss.
Er wird in der Regel empfohlen bei schmerzhaften Endzuständen, bei sehr
alten Kahnbeinfrakturen (Kahnbeinpseudarthrosen) im Spätstadium des
Mondbeintodes (Lunatummalazie), bei einem Zusammenbruch der
Handwurzelknochen in Folge eines alten Bandrisses der Handgelenksbänder,
bei schmerzhafter Arthrose nach in Fehlstellung verheilten
Speichenbrüchen oder auch bei fortgeschrittener, schmerzhafter Arthrose
aus innerer Ursache.
Vergleichen Sie einmal die beiden
Röntgenaufnahmen:
Im Bild links ist eine schwere Arthrose des
Handgelenkes dargestellt; das Röntgenbild rechts zeigt ein gesundes
Gelenk.
Im Bild links ist gut zu erkennen, dass zwischen
Speiche und Handwurzel kein Abstand und damit kein Knorpel besteht
Wie kommen solche Arthrosen im Handgelenk zustande?
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Die
Gründe der Arthroseentstehung im Handgelenk sind vielfältig:
in der Abb. sehen Sie ein Beispiel
Die Speiche ist frakturiert. Hier liegt eine besonders schwere
Frakturform vor. Die Gelenkfläche zu den Handwurzelknochen ist
zerstört.
Nach solchen Frakturen können im Laufe von Jahren und
Jahrzehnten sich schwere Handgelenksarthrosen entwiceln |
Gibt es zur Arthrodese des Handgelenkes
(vollständige Versteifung des Handgelenkes) Alternativen?
Ja. Jeder Alternative muss im Einzelfall geprüft
werden. So kommt als Alternative bei guter Beweglichkeit und noch nicht
allzu weit fortgeschrittenen Befund beispielsweise die Denervation des
Handgelenkes in Betracht. Bei diesem Eingriff werden die
schmerzleitenden Nerven aus dem Handgelenk unterbrochen.
Des Weiteren kommt als Alternative eine teilweise Versteifung des
Handgelenkes (Teilarthrodese) in Betracht.
In seltenen besonders ausgesuchten Fällen auch einmal die Implantation
eines Kunstgelenkes für das Handgelenk.
Wann sollte eine Handgelenksarthrodese durchgeführt
werden?
Grundsätzlich muss man wissen, dass dieser Eingriff
nie zu spät kommt. Bei der totalen Handgelenksarthrodese
(vollständigen Handgelenksversteifung) wird praktisch das Handgelenk
ausgeschaltet und eine knöcherne Verbindung zwischen der Speiche, den
Handwurzelknochen und den Mittelhandknochen operativ geschaffen.
Die Aussicht auf Erfolg bei diesem Eingriff ist nicht vom Zeitpunkt der
Operation abhängig. Wenn Sie also die Beschwerden noch gut ertragen
können oder noch Bedenkzeit zur Operation haben wollen, so ist dies ohne
weiteres möglich. Hier liegt keine Dringlichkeit zur Operation vor.
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Eine
Handgelenksbandage stellt das Handgelenk ruhig. Durch die
Bandage wird während des Tragens eine ähnliche Situation
erreicht wie bei einer Handgelenksversteifung.
Solange Sie aufgrund der Schmerzen
die Handgelenksbandage nur zeitweise tragen müssen, können Sie
sich mit der Entscheidung zur operativen Handgelenksversteifung
noch Zeit lassen |
Worin besteht eigentlich der Sinn der
Handgelenksarthrodese? (der Versteifung des Handgelenkes)
Bei einer Handgelenksarthrose - gleich welcher
Ursache - können die Bewegung und auch die Belastung des Handgelenkes zu
sehr starken Schmerzen führen.
Dies führt zum Einen zu einer verminderten Einsatzfähigkeit der Hand, da
jede Bewegung und vor allem jede Belastung von Betroffenen gemieden
wird; nicht selten führt dies jedoch auch dazu, dass Betroffene über
einen längeren Zeitraum stärker Arthrose- oder Schmerzmittel nehmen
müssen und unter deren Nebenwirkungen leiden.
Für diese Personengruppe kann eine gut durchgeführte Arthrodese des
Handgelenkes ein erheblicher Vorteil bedeuten. Sie können nach rund 9
bis 12 Monaten, in vielen Fällen wieder ihre Hand – trotz des steifen
Handgelenkes – wieder wesentlich besser einsetzen, als vor der
Operation.
Hier muss man wissen, dass ein schmerzhaftes Gelenk das beweglich ist,
wenig nützt.
Ein versteiftes, stabiles, schmerzloses Gelenk kann für die Extremitäten
wesentlich nützlicher sein, als ein schmerzhaft bewegliches Handgelenk!
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