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Neurom, Nervenknoten:

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Neurom, Nervenknoten:  in für Patienten verständlicher Form erläutert

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Einführung:

Was versteht man unter einem Neurom:

Oberflächlich betrachtet ist ein Neurom (Nervenknoten) eine knotenartige Verdickung eines Nervenstumpfes. (eines Nervenendes) Daher können viele Neurome, besonders bei recht oberflächlicher Lage, an den Extremität gut als tumorartige Verdickung getastet werden.

Nerv bei einer Operation Der hier bei einer Operation dargestellt Nerv (roter Pfeil) enthält tausende Nervenfasern (Neurite). Jede Nervenfaser hat ihren Ursprung in einer Nervenzelle, die in der Nähe des Rückenmarkes liegt.

In der Abb. ist der Ellennerv (Nervus ulnaris) bei der Operation eines Sulcus ulnaris Syndroms dargestellt.

Wie kommt ein Neurom zustande:

Für die Entstehung eines Neuroms ist eine Nervenschädigung erforderlich. Am einfachsten lässt sich die Neurom-Bildung bei vollständiger Durchtrennung eines Nerven erläutern.

Jenes Gebilde, dass wir im Bereich der Extremitäten Nerv nennen besteht aus hunderten oder tausenden einzelner extrem dünner Nerverfasern, die gegeneinander isoliert sind und die in einem Nerven zusammen gebündelt sind.

Betrachtet man eine solche Nervenfaser genauer, so ist sie Teil einer Nervenzelle:

Eine typische Nervenzelle, die zusammen mit vielen anderen Nervenzellen einen peripheren Nerven bildet, liegt in der Regel im Bereich der Wirbelsäule (Rückenmark). Die typische Nervenzelle hat viele sehr kleine Fortsätze mit denen die Nervenzellen untereinander in Verbindung stehen, aber die Nervenzelle hat auch einen sehr langen Fortsatz (genannt Axon oder Neurit), der bei einem Hand- oder Fußnerven mehr als 1 Meter werden kann.

Aufbau einer Nervenzell Die Abb. zeigt den Aufbau einer Nervenzelle.

In einem Nerv sind die langen Fortsätze der Nervenzelle (Axon oder Neurit genannt) gebündelt.

Ein einzelner Nerv besteht oft aus tausenden Neuriten.

Solche Axone oder Neurite (lange Nervenfortsätze) sind einem peripheren Nerven zusammen gebündelt. Kommt es nun zur Durchtrennung des Nervens beispielsweise am Unterarm, an der Hand oder am Bein, so weichen die durchtrennten Nervenenden an der Verletzungsstelle auseinander.

Da jedoch die Nervenzelle im Bereich des Rückenmarks noch intakt ist, lässt die Nervenzelle den langen Fortsatz erneut wachsen. Dies ist eine zunächst recht sinnvolle Maßnahme, dadurch das erneute Auswachsen des langen Nervenfortsatzes die Nervenfunktion prinzipiell wieder herstellbar wäre.

Die Nervenfunktion wird jedoch nur wiederhergestellt, wenn der lange Fortsatz des Nerven, das andere Nervenende findet und in den Nerv wieder einwachsen kann.

Bei einer Verletzung, die nicht operativ wiederhergestellt wird ist dies jedoch meist nicht möglich, da die Nervenenden weit auseinander gewichen sind.
In diesem Fall wachsen hunderte oder tausende sehr dünne lange Nervenfortsätze (Axone) aus und bilden an der Verletzungsstelle des Nerven eine knotige Verdickung  - den Nervenknoten oder Neurom -

Dann entsteht also ein Neurom zwangsläufig dort, wo ein Nerv teilweise oder vollständig durchtrennt wird?

Ja. Das ist richtig. Immer dort wo ein Nerv teilweise oder vollständig durchtrennt ist, muss sich zwangsläufig ein Neurom bilden.

 

Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "Neurom, Nervenknoten" hier erläutern. Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen!

Dr. Kurt Steffens  FA für Plast. Chirurgie / Handchirurgie
45157 Essen Theaterpassage Kapuzinergasse 8      Tel: 0201 17189600    Wegbeschreibung  zur Sprechstunde

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