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Örtliche Betäubung: (Lokal-Anästhesie)

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örtliche Betäubung (Lokal-Anästhesie):  in für Patienten verständlicher Form erläutert

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Örtliche Betäubung  Wirkungsweise  Risiken

Wirkung von örtlichen Betäubungsmittel

Wie wirken örtliche Betäubungsmittel?

Alle Lokalanästhetika verhindern die Weiterleitung von Schmerz über die Nerven ans Gehirn.

Um dies zu verstehen muss man wissen, dass die Haut und auch die tiefen Gewebeschichten und Organe von sehr vielfältigen Nervenendigungen durchsetzt sind.

Die Aufgabe dieser Schmerznerven (Nociceptoren) besteht darin, Schmerzreize (zum Beispiel der Schnitt mit einem Skalpell) weiter zu leiten und letztendlich dem Gehirn diesen Schmerz bewusst zu machen. Dabei wird der Schmerzreiz von den Nervenendigungen (Nociceptoren) in ein elektrisches Signal verwandelt, das zum Gehirn weitergeleitet wird. Die örtlichen Betäubungsmittel blockieren diesen Stromfluss in den Nervenendigungen, somit wird bei einer guten örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) der örtliche Schmerzreiz dem Gehirn nicht bewusst.

Unterbrechung der Nervenleitung bei Betäubung Die Abb. soll den komplizierten Sachverhalt anschaulich machen:

Ein Schmerz wird in einem Nerven in einen sehr kleinen elektrischen Strom umgewandelt. Der Strom kann aber nur zum Gehirn gelangen, wenn die Nervenleitung an keiner Stelle unterbrochen ist.

Ist die Nervenbahn- wie in der Abb. durchtrennt - so kann der elektrische Impuls nicht zum Gehirn gelangen.

Das örtliche Betäubungsmittel bewirkt auf chemischem Wege eine Unterbrechung des Nerven. Ist nach einiger Zeit das Betäubungsmittel vom Körper abgebaut, so hört die Unterbrechung der Nervenbahn auf und die elektrischen Impulse ("Schmerzreize" gelangen wieder ungestört in unser Gehirn und werden uns dort bewußt!

Wann klingt die örtliche Betäubung wieder ab?

In der Regel klingt die örtliche Betäubung (Lokal-Anästhesie) innerhalb von zwei bis drei Stunden. Sollte einmal eine Betäubung wesentlich länger anhalten, sollte sofort der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Welche Substanzen werden als Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) verwendet?

Örtliche Betäubungsmittel werden vom Arzt oft mit einer Vielzahl von pharmakologischen oder Handelsnamen genannt. So hört der Patient häufig Namen wie Lidocain, Mepivacain, Bupivacain, Procain usw.

 Chemisch betrachtet sind diese Lokalanästhetika in zwei große Gruppen einzuteilen, deren Verständnis Grundkenntnisse der organischen Chemie erfordert. So unterscheidet man Ester 

Was ist der Vorteil dieser unterschiedlichen Substanzgruppen?

Die Esterverbindungen (Procain) werden in der operativen Medizin wenig eingesetzt, da sie häufiger zu allergischen Nebenwirkungen führen. Das Procain wird jedoch vielfach in der Neuraltherapie eingesetzt.

In der Neuraltherapie wurde es in den 30-er Jahren von den Gebrüdern Huneke eingeführt und wird bei dieser Therapieform weit über das Einsatzgebiet "örtliche Betäubung" verwendet.

Operativ tätige Ärzte verwenden vielfach Lidocain oder Mepivakain oder andere Lokalanästhetika, die Amide sind. Bei den Amiden sind allergische Reaktionen wesentlich seltener, als bei Estern.

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Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!
Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "örtliche Betäubung, Lokalanästhesie" hier erläutern. Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen!
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