Operation: Vorbereitung
Die Vorbereitung auf eine geplante ambulante Operation
sollte Wochen vor der Operation erfolgen:
Was muss ich tun, wenn ich ein blutverdünntes
Medikament, wie zum Beispiel Aspirin Protect® einnehme?
Viele Patienten nehmen sogn. blutverdünnende Medikamente ein.
Sie sollten unbedingt beachten, dass Sie dies dem operierenden Arzt
mitteilen. Sinnvoll ist es auch, wenn Sie den Wirkstoff eines
Medikamentes nicht kennen, dieses Medikament ihrem operierenden Arzt
zu zeigen.
Folgende Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, werden
besonders häufig eingenommen:
(die Aufzählung ist nicht
vollständig!)
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ASS 100®
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Aspirin®
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Plavix®
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Iscover®
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Marcumar®
Wann muss ich das Medikament vor der Operation
absetzen?
Viele Menschen, die ein Medikament zur Verzögerung der
Blutgerinnung einnehmen, wissen, dass sie dieses Medikament vor
einer Operation nicht einnehmen dürfen. Nicht selten wird das
Präparat dann so etwa eine Woche vor der Operation nicht mehr
eingenommen!
Das Aspirin® , Marcumar® usw. oder verwandt wirkende Präparate
sollten Sie jedoch niemals selbständig einfach vor der Operation
absetzen! Tun Sie dies ausdrücklich nur nach Absprache mit ihrem
behandelnden Hausarztes oder Internisten.
Warum ist es wichtig den Hausarzt oder
Internisten darüber zu informieren, wenn ich vor einer Operation die
ASS Medikation unterbreche?
An dieser Stelle möchte ich noch einmal den Rat geben:
Informieren Sie ihren Hausarzt oder Internisten unbedingt! Sie
gefährden sonst unter Umständen Ihre Gesundheit oder gar Ihr Leben!
Die Medikamente, die den Wirkstoff Acetylsalicylsäure oder
andere Gerinnungsaktive Substanzen enthalten, werden aus ganz
unterschiedlichen Gründen eingesetzt. Sie dienen in dem einen Fall
ganz allgemein zur Vorbeugung vor Herzinfarkten, Schlaganfällen und
dergleichen.
In anderen Fällen dienen sie jedoch auch dazu, dass beispielsweise
ein Bypass am Herzen, eine Herzklappe, ein Stent oder ein verengtes
Blutgefäß sich nicht verschließt. Dies sind nur wenige Beispiele
eines großen Anwendungsspektrums dieser Präparate.
Ihr behandelnder Hausarzt oder Internist kann abschätzen, wie
sehr Sie in Ihrem Fall das gerinnungshemmende Medikament benötigen.
In manchen Fällen ist es sinnvoll vor (oder auch nach) einer
Operation Heparin zu spritzen. Auch Heparin-Spritzen verlangsamen
die Blutgerinnung und sind eine guter Schutz vor Thrombosen.
Heparin-Spritzen kann man in der vom Arzt verordneten Dosis auch bei
sich selbst vornehmen. Anleitung zum
selbst Spritzen von Heparin
Kommt es denn dann nicht durch das Heparin zu
verstärkten Blutungen in oder nach der Operation?
Nein, durch das Injizieren von Heparin oder vergleichbaren
Substanzen sind Sie ähnlich gut geschützt wie durch die Einnahme von
Marcumar®, Aspirin® oder dergleichen. Es besteht jedoch kein
unvertretbar hohes Risiko einer Blutungskomplikation bei einer
Operation.