|
|
|
|
Risiken der Armbetäubung (Plexusanästhesie) Welche Risiken bestehen bei einer Plexusanästhesie? Die unten stehenden Ausführungen sollten Sie nicht erschrecken. In aller Regel verläuft dieses Anästhesie-Verfahren in der Hand eines erfahrenen Narkosearztes ohne größere Probleme und Komplikationen. Dennoch ist auch die Plexusanästhesie – wie jedes andere Anästhesie-Verfahren auch – mit speziellen Risiken belastet: Die hier aufgeführten Risiken sind nicht vollständig. In einer solchen Patienten-Information kann gerade im Hinblick auf das Betäubungsrisiko nur ein allgemeiner Überblick gegeben werden. Die Abschätzung einer individuellen Risikosituation kann nur in einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt erfahren werden. Welche Gefahren können sich denn unter ungünstigen Umständen realisieren? Im Folgenden sind die Risiken der Betäubung des Arm-Nervengeflechtes (Plexus-anästhesie) in folgende Gruppen gegliedert: Blutungen und Blutergüsse Im Bereich der Einstichstelle verlaufen eine
Vielzahl kleinerer und auch größerer Venen. Zudem ist in der Nähe des
Nervengeflechtes auch eine recht große Schlagader verlaufend. Beim
Einstich kann es aus solchen Gefäßen bluten. In den meisten Fällen
entstehen dann an und um die Injektionsstelle Blutergüsse, die in den
ersten Tagen und Wochen nach der Anästhesie Beschwerden bei Bewegungen
des Armes in der Schulter verursachen. Die meisten Blutergüsse klingen
innerhalb von 6 - 8 Wochen wieder folgenlos ab. In sehr seltenen Fällen
kann es jedoch zu gravierenden Nachblutungen kommen, die einer
operativen Behandlung bedürfen. Bei Einnahme solcher Medikamente ist das Risiko einer vermehrten Blutung sowohl bei der Operation wie auch bei der Narkose erhöht! Infektion an der Injektionsstelle In seltenen Fällen kann es im Bereich der
Injektionsstelle zu einer Infektion kommen, die eine operative
Ausräumung des Eiterherdes erforderlich macht. Medikamenten bedingte Risiken: Auch Betäubungsmittel können Allergien
auslösen. Im Rahmen einer allergischen Reaktion kann es selten auch zu
Atembeschwerden oder zu schwerwiegenden Kreislauf-Fehlfunktionen kommen,
so z.B. zu einem schwerwiegenden Abfall des Blutdrucks oder zu einer
extremen Verlangsamung des Herzschlages bis zum Herzstillstand. Erschwerte und behinderte Atmung nach der Plexusanästhesie
Welche Symptome fühlt der Betroffene bei einem Pneumothorax (Kollaps der Lunge) ? Der Patient fühlt dann eine zunehmend schwerere Atmung und Schmerzen in der Brust. Hierbei kann es erforderlich werden, dass durch einen kleineren operativen Eingriff die Luft abgesaugt werden muss. Dieses Risiko besteht besonders dann, wenn die Injektionsstelle für das Arm-Nervengeflecht (Plexus brachialis) ober- oder unterhalb des Schlüsselbeines liegt. Können versehentlich auch weitere Nerven betäubt werden, die nicht zum Arm gehören? Ja! Dies geschieht in selten Fällen: Es kann durch Mitbetäubung anderer Nerven, die in der Nähe des Arm-Nervengeflechtes verlaufen, dazu kommen, dass Heiserkeit auftritt und ein Hitzegefühl im Gesicht sich bemerkbar macht. Auch ein Nerv, der für die Steuerung des Augenlides zuständig ist, kann einmal versehentlich mit betäubt werden. Auch der das Zwerchfell versorgende Nerv liegt nicht allzu weit vom Arm-Nervengeflecht, so dass auch dieser Nerv einmal vorübergehend mit betäubt werden kann und die Atmung erschwert wird. In aller Regel bilden sich diese Veränderungen jedoch rasch zurück. Bleibende Lähmungen sowohl des Stimmband-Nerven als auch des Zwerchfell-Nerven sind ausgesprochen selten. Hinweis: Das Aufführen all dieser Risiken kann
sicherlich erschrecken. Dies umso mehr, als diese Aufzählung der Risiken
ja nicht vollständig ist und individuelle Risiken hier nicht
berücksichtigt sind.
|
| Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter
Patient! Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "Hand- und Armbetäubung" hier erläutern. Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen! |
| Hand- und Armbetäubung:
Einführung
zur Beachtung
Vorgehensweise
Blutleere
Narkoserisiken Home Datenschutz Impressum |