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Tarsal-Tunnel-Syndrom: |
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Nerven-Druckschädigung im Tarsal-Tunnel: in für Patienten verständlicher Form erläutert |
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Diagnose des Tarsal-Tunnel-Syndroms Wie wird das Tarsaltunnel – Syndrom genau diagnostiziert? Der Arzt inspiziert bei Verdacht auf Tarsaltunnel – Syndrom die Region unter dem Innenknöchel genau, oft lassen sich hier Schwellungen bereits mit dem bloßen Augen erkennen.
Besonders typisch ist bei Druck auf der Verlaufsstrecke des Nervus tibialis im Tarsaltunnel eine deutliche Schmerzverstärkung. Drückt man auf die Region unterhalb des Innenknöchels für etwa eine Minute, so berichten etwa 8 von 10 Betroffenen über deutlich zunehmende Beschwerden. Auch ein sehr starkes Anheben des Fußes oder ein Überstrecken des Fußes löst in vielen Fällen Schmerzverstärkung aus. Bei Beklopfen der Verlaufsstrecke des Nervs wird in fortgeschrittenen Fällen eine elektrisierende Missempfindung ausgelöst. Dieses Phänomen des elektrisierenden Schmerzes an einer geschädigten Nervenbahn nennt man Hoffmann – Tinel’sches. Welche weiteren Untersuchungen wird der Arzt noch vornehmen? Neben diesen Untersuchungen direkt am Tarsaltunnel prüft man bei Verdacht auf Tarsaltunnel – Syndrom auch, ob Sensibilitätsminderungen vorliegen. Je nach dem, welcher der Nervenäste des Nervus tibialis am stärksten betroffen ist, kann eine Sensibilitätsminderung entweder im Bereich der Verse oder an den mittleren Partien des Fußes an der Großzehe der zweiten und dritten Zehe bestehen. Findet man beim Tarsaltunnel – Syndrom auch eine motorische Lähmung? Ja. Besonders in fortgeschrittenen Fällen findet man auch Störungen der Fußmotorik. Ganz einfach kann man dies beim Betroffensein des einzelnen Fußes feststellen. Lässt man eine Spreizbewegung der Zehen durchführen, so können im gesunden Fuß Großzehe und die Kleinzehen von vielen Menschen gut abgespreizt werden. Beim Tarsaltunnel - Syndrom ist dies nicht der Fall, wenn bestimmte Fußmuskeln gelähmt sind. Wird beim Tarsaltunnel – Syndrom eine Röntgen-Untersuchung durchgeführt?
Beim Karpaltunnel – Syndrom ist ja eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel. Wird eine solche Messung der Nervenleitgeschwindigkeit auch beim Tarsaltunnel – Syndrom vorgenommen? Eine Untersuchung durch einen Neurologen bei Verdacht auf Tarsaltunnel – Syndrom ist sicherlich sehr sinnvoll. Allerdings ist der Wert der apparativen Untersuchung beim Tarsaltunnel – Syndrom nicht so überzeugend wie beim Karpaltunnel – Syndrom. Es gibt wissenschaftliche Publikationen, die krankhafte Veränderungen der Nervenleitgeschwindigkeit nur in jedem fünften Fall gefunden haben. Welche diagnostische Möglichkeit besteht denn noch, um ein Tarsaltunnel – Syndrom sicher zu diagnostizieren? In Zweifelsfällen kann beim Tarsaltunnel – Syndrom, bei dem dauernde Beschwerden bestehen, eine Testinjektion durchgeführt werden. Bei dieser Maßnahme spritzt man an den Nervus tibialis im Tarsaltunnel eine geringe Menge eines Lokal – Anästhetikum. Durch dieses Betäubungsmittel, das ein jeder beispielsweise bei zahnärztlichen Eingriffen kennt, wird vorübergehend ganz isoliert die Schmerzleitung im Nervus tibialis unterbrochen. Verschwinden beispielsweise nach einer solchen vorübergehenden Betäubung die Schmerzen beim Stehen oder Gehen, so ist dies ein sehr wichtiger Mosaikstein für die Diagnose eines Tarsaltunnel – Syndroms.
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Patientin, sehr geehrter Patient! Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "Tarsal-Tunnel-Syndrom" hier erläutern. Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen! Dr. Kurt
Steffens FA für Plast. Chirurgie /
Handchirurgie |
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