Mittelhandfraktur / Mittelhandbruch / Mittelhand-Knochenbruch

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Diagnose und Therapie der Mittelhandfraktur (Mittelhandbruch) werden  in für Patienten verständlicher Form erläutert

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Frakturen (Brüche) des Mittelhandköpfchens (MHK)

Die meisten Brüche der Mittelhand betreffen das fünfte Mittelhandköpfchen (MHK)

Fraktur des 5. Mittelhandköpfchens Der weiße Pfeil in der Abb. zeigt eine stark abgekippte Fraktur des Köpfchen am 5. Mittelhandknochen bei einem Jugendlichen

Wie werden solche Brüche des fünften Mittelhandknochens behandelt?

Wenn der Bruch nicht oder nur gering verschoben ist, so kann er durch eine konservative Behandlung (d. h. Ruhigstellung) behandelt werden.
Verschobene Brüche sollen in Betäubung eingerichtet und operativ versorgt werden.

Wie muss man sich eine Ruhigstellung vorstellen?

Bei der Ruhigstellung wird das Grundgelenk des verletzten Fingers und auch das des benachbarten Fingers ruhiggestellt. Auch die Ruhigstellung ist nicht gefahrlos. Nach der Verfestigung der Fraktur kann es infolge der langen Ruhigstellung zu Bewegungsstörungen der Finger kommen. eine frühe Krankengymnastische Übungsbehandlung kann hier ganz entscheidend sein, für die Wiedererlangung der Handfunktion.

Welche operative Versorgung wird hierbei angewandt?

Prinzipiell werden Brüche im Bereich des Schaftes meist durch Schrauben oder Platten versorgt. Brüche im Bereich des Köpfchens, die abgeknickt waren, werden nach Einrichtung durch eine innere Drahtschienung operativ behandelt.

Worin liegt der Vorteil einer solchen inneren Drahtschienung?

Der wichtigste Vorteil der operativen Versorgung ist die Möglichkeit der frühen Bewegung bereits am Tag der Operation oder kurz danach.

Was wird prinzipiell bei der Operation gemacht?

Die Operation besteht im Prinzip darin, dass der Knochen über einen kleinen Schnitt eröffnet wird,

Opertionstechnik bei Mittelhandfraktur im Bereich des Köpfchens

Die Operation besteht im Prinzip darin, dass der Knochen über einen kleinen Schnitt eröffnet wird. Der Einschnitt in den Knochen liegt im Bereich der Basis des Mittelhandknochens. Die Fraktur (schwarzer Pfeil) liegt im Bereich des Mittelhandköpfchens.

Dann wird in der Markhöhle des Knochens ein oder auch mehrere Drähte eingeführt und über den eigentlichen Frakturbereich geschoben

Durchleuchtung bei der Operation  Unter Durchleuchtungskontrolle wird nun der Draht über die eingerichtete Fraktur geschoben. Das untere Drahtende wird abgeschnitten und bleibt unter der Haut 

Die Fraktur ist "von innen" durch den Draht geschient.
Diese Behandlung erlaubt eine frühe Bewegung des Handgelenkes und der Finger. Gerade bei länger dauernder Ruhigstellung im Handbereich besteht sonst die beträchtliche Gefahr, dass es zu Einsteifungen von ruhiggestellten Gelenken und damit letztendlich zu Bewegungsverlusten kommt.

Sollte jeder Bruch des Mittelhandköpfchen auf diese Weise so behandelt werden?

Diese Behandlung hat sich außerordentlich bewährt und wird heute standardmäßig bei verschobenen Frakturen des Mittelhandköpfchens eingesetzt. Nicht oder nur wenig verschobene Brüche benötigen keine Operation.

 

Diese Informationsschrift soll und kann nicht das Gespräch mit dem Arzt ersetzen. Wir möchten zu Ihrer vertiefenden Information, die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema "Frakturen der Mittelhand, Mittelhand-Knochenbruch" hier erläutern. Eine individuelle Therapieplanung kann nur nach ärztlicher Untersuchung erfolgen!

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