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In den Finger geschnitten, in die Hand
geschnitten: Was tun?
Muss ich eine kleine Schnittwunde am Finger oder an
der Hand unbedingt nähen lassen?
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Eine jede
Hautwunde - egal wie groß - ist für Bakterien ein Einfalltor in
den Körper!
Die Naht einer Wunde verbindet die Hautränder miteinander. Wird
die Naht innerhalb der ersten 6-8 Stunden vorgenommen, so ist
die Wunde auch noch nicht in größerem Maße von Bakterien
besiedelt. Die Wunde heilt nach einer Wundnaht am besten!
Heute ist es selbstverständlich, dass
man mit einer größeren Schnittwunde - egal an welcher
Körperstelle - eine chirurgische Ambulanz oder chirurgisch
Praxis aufsucht. |
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Nicht
selbstverständlich ist ein solches Verhalten bei kleinen
Schnittwunden am Finger oder an der Hand.
Das Problem von Fingerschnittwunden
oder Handschnittwunden ist jedoch nicht nur die Größe der
Schnittwunde; mindestens ebenso wichtig ist die Tiefe der
Schnittwunde am Finger oder an der Hand. |
Die im Bild oben gezeigt kleine Schnittwunde am
Mittelfinger könnte man mit eine oder zwei Stichen nähen. Sie würde
wahrscheinlich auch gut heilen wenn man nur ein Fingerling oder eine
Pflaster als Verband machte.
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Die Abb.
links zeigt das wahre Problem dieser "kleinen Schnittwunde" am
Finger:
Der blauer Pfeil zeigt auf die
durchtrennte Beugesehne
des Fingers. Eine zu spät durchgeführte Operation einer solchen
Beugesehnenverletzung ist sehr aufwendig und im Ergebnis meist
auch schlechter als eine früh genug vorgenommene Operation |
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noch ein
weiteres Beispiel, das eine Mahnung gegen einen leichtfertigen
Umgang mit kleinen Schnittwunden am Finger oder der Hand mahnen
soll:
Die kleine Wunde des Fingers erlitt die
Patienten bei Arbeiten mit einem Küchenmesser bereits vor 2
Wochen.
Die Wunde selbst ist mit einer Kruste
verheilt und kaum noch sichtbar. Seit 3 Tagen besteht eine
zunehmende Rötung und Schwellung.
Nach Abheben der Kruste entleert sich massiv Eiter! |
Muss denn wirklich jede kleine Schnittwunde am
Finger oder an der Hand vom Arzt gesehen werden?
Sicher nicht! Die ganz überwiegende Zahl aller
kleinen Schnittwunden an den Fingern oder auch an sonstigen
Körperstellen heilt auch ohne ärztliche Maßnahmen oder ohne Hautnaht.
Die gezeigten Beispiele oben sollen nicht
verunsichern; sie sollen jedoch eine Warnung gegen einen allzu
leichtfertigen Umgang mit Schnittwunden sein.
Hat einmal das ersten Bluten nach einem Schnitt in
den Finger aufgehört, ist ein Notverband oder Pflaster angelegt, so gilt
es jetzt einmal mit kühlem Kopf zu überlegen, was weiter getan werden
muss. Wie Gefahren vermieden werden, wie Begleitverletzungen und
Komplikationen rechtzeitig erkannt werden können:
Eine gut genähte und nachbehandelte Schnittwunde kann
nach einer Woche so aussehen, wie in der rechten Abb. dargestellt!
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